China stellte vorsichtige Klimaziele bis 2030 vor
China hat im Rahmen des neuen Fünfjahresplans Klimaziele bis 2030 vorgestellt. Ziel ist es, die CO₂-Emissionsintensität pro BIP‑Einheit bis 2026 um 3,8 % und bis 2030 um 17 % zu senken.
Bei einem geplanten BIP‑Wachstum von 4,5–5 % bedeutet das jedoch, dass die absoluten Emissionen weiter steigen können.
Das neue Ziel ist niedriger als die frühere Ambition von 18 % aus dem vorherigen Fünfjahresplan, den China nach Schätzungen nicht erreicht hat.
Gleichzeitig hat Peking die Methodik zur Berechnung der Emissionsintensität geändert – sie umfasst nun auch Industrieprozesse, was es ermöglicht, den Emissionsrückgang im Zementsektor aufgrund der Immobilienkrise zu berücksichtigen.
Kohle macht weiterhin mehr als die Hälfte des chinesischen Energieverbrauchs aus. Der Fünfjahresplan geht lediglich davon aus, dass der Kohleverbrauch seinen Höhepunkt erreicht, während die frühere Verpflichtung von 2021 von einer schrittweisen Reduzierung sprach.
Die Ziele für die Installation von Solar- und Windkapazitäten wurden nicht aktualisiert, obwohl die für 2030 festgelegten Ziele China bereits 2024 erreicht hat.
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