Daten zu ESG helfen, die Unternehmensführung zu verbessern

| Eliška Kozubíková

Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsdaten verfolgen und gegebenenfalls berichten, sehen einen bedeutenden Wert dieser Daten für die Formulierung ihrer Geschäftsstrategie und die Unternehmensführung. Das bestätigen die Ergebnisse der aktuellen globalen Umfrage von PwC, aber auch unsere Erfahrungen von esgrovie. Unternehmen können auf Basis einer sorgfältigen Datenerhebung einfach besser Entscheidungen treffen.

Die PwC-Umfrage zum Nachhaltigkeitsreporting, die 496 Unternehmen aus 40 Ländern umfasste, zeigt, dass der Druck auf Transparenz im ESG‑Bereich (Umwelt‑, Sozial‑ und Governance‑Faktoren) weiter zunimmt. Etwa 36 % der Befragten haben bereits nach CSRD oder ISSB berichtet, wobei mehr als zwei Drittel von ihnen angaben, dass die im Reporting gesammelten Daten ihnen einen bedeutenden bzw. mittleren Mehrwert über die Erfüllung regulatorischer Anforderungen hinaus gebracht haben. Zum Beispiel nutzen 38 % dieser Unternehmen ESG‑Daten für strategische Planung und Risikomanagement, 20‑25 % der Befragten verwenden die Reporting‑Informationen zur Transformation der Lieferkette, der Unternehmensfinanzen und Investitionen oder zur Umgestaltung der Belegschaft.

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Unternehmen, die aus dem ESG‑Reporting den größten Nutzen gezogen haben, zeichnen sich durch ein höheres Maß an technologischer Reife und eine stärkere Einbindung des Top‑Managements aus. Das Interesse des Top‑Managements ist also entscheidend dafür, dass Nachhaltigkeitsdaten eine positive Rolle in der Unternehmensführung spielen können.

Ein deutlicher Wandel ist auch im Technologiebereich zu beobachten – der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im ESG‑Reporting ist von 11 % auf 28 % gestiegen. KI wird am häufigsten zur Zusammenfassung von Berichten, zur Risikoidentifikation und zur Integration von Daten aus verschiedenen Quellen verwendet, was Unternehmen eine effizientere Datenverwaltung für das Reporting ermöglicht. Aus den Antworten der Befragten wird zudem deutlich, wie wichtig eine geeignete Datenverwaltung ist. Der Schlüssel zu erfolgreichem Reporting liegt in der Schaffung eines zentralen Datenlagers für Nachhaltigkeitsdaten; Unternehmen nutzen zudem Werkzeuge zur Berechnung des CO₂‑Fußabdrucks, ERP‑Systeme oder Tools für das Management der Informationsveröffentlichung.

Die Umfrage wurde von PwC im Juni und Juli 2025 an einer Stichprobe von 496 Führungskräften und Senior‑Experten in 40 Ländern (davon 66 % in Europa) von Unternehmen durchgeführt, die Nachhaltigkeitsberichte nach CSRD oder ISSB erstellt haben oder erstellen werden.

Weitere interessante Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Quelle: PwC, 2025.

Die Änderung der ESG‑Reporting‑Regeln nach CSRD hat zwar zweifellos den ursprünglichen positiven Trend der ESG‑Reporting‑Vorbereitungen verlangsamt, die Umfrage zeigt jedoch, dass 40 % der Unternehmen, die ursprünglich ein Reporting nach CSRD geplant hatten, die zweijährige Fristverlängerung nutzen werden, während derselbe Anteil der Unternehmen weiterhin dem ursprünglichen Zeitplan folgen will. Neben dem Druck weiterer Stakeholder wie Banken, Investoren usw. treibt viele Unternehmen die Überzeugung an, dass Daten und Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit einen Wettbewerbsvorteil darstellen – nicht nur wegen einer besseren Vorbereitung auf Regulierungen, sondern auch wegen einer qualitativ hochwertigeren Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen.

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