Dekarbonisierung von Lieferketten: Beginnen Sie zu fragen \u201eWie verdienen wir daran?\u201c
Ein interessanter Artikel von Toby Newman (CEO von Secaro) auf ESG Today beschreibt, wie sich in den letzten 5 Jahren die Motivation von Unternehmen, Lieferketten zu dekarbonisieren, grundlegend verändert hat – und warum das eigentlich kein Problem ist. Newman behauptet, dass der Markt drei Hauptwellen der Motivation zur Dekarbonisierung erlebt hat:
2020–2021: Werte und Kundendruck. Bis Ende 2021 haben sich 727 Unternehmen verpflichtet, Net‑Zero‑Ziele über das SBTi festzulegen.
2023–2024: Boom von Dekarbonisierungsmaßnahmen Hand in Hand mit einer Welle neuer Gesetzgebungen (CSRD, CBAM, CSDDD). Unternehmen reagierten auf die neuen Verpflichtungen.
2025–2026: Harter Business‑Case. Die Regulierung wurde vereinfacht, der Umfang verkleinert, die Umsetzung verschoben.
Die Entscheidungsfindung hat sich gleichzeitig von Nachhaltigkeitsmanagern zu den CFOs verlagert.
Dekarbonisierung und Kosteneinsparungen gehen laut Newman Hand in Hand. 90 % der Emissionsreduktionsmaßnahmen in Lieferketten auf der Secaro‑Plattform zwischen 2020 und 2025 konzentrierten sich auf Optimierung und Steigerung der Energieeffizienz.
Laut IRENA sind 91 % der neuen Erneuerbare‑Energie‑Projekte günstiger als fossile Alternativen.
Newman empfiehlt, mit Daten auf Werk‑ und Produktebene zu arbeiten, nicht nur mit Unternehmensdurchschnitten. Beginnen Sie bei den größten Lieferanten – diese können für bis zu 80 % der Kettenemissionen verantwortlich sein. Und vor allem: Hören Sie auf zu fragen \u201eWie viel wird uns das kosten?\u201c, und fangen Sie an zu fragen \u201eWie verdienen wir daran?\u201c.
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