EFDA warnt: CBAM könnte Schrauben und Muttern um 30–50 % verteuern
Der Europäische Verband der Händler von Verbindungsmaterial (EFDA) warnt, dass CBAM Schrauben und Muttern um 30–50 % verteuern könnte. Laut EFDA können Importeure keine realen Emissionsdaten verwenden und müssen nach den unrealistischen Ausgangswerten der Kommission zahlen.
Die Kritik am CBAM-Programm konzentriert sich allgemein darauf, dass:
1) Die Ausgangs-Emissionsfaktoren sind bewusst hoch. Die Vorgabewerte liegen über den realen Durchschnittswerten, um Unternehmen zu motivieren, echte Daten zu erhalten. Zusätzlich wird ein Aufschlag hinzugefügt – 10 % im Jahr 2026, 20 % im Jahr 2027, 30 % ab 2028.
2) Sie spiegeln nicht die Realität wider. Sauberere Hersteller zahlen genauso viel wie die stark verschmutzten, wenn sie keine verifizierten Daten haben. Zum Beispiel sind die US-Stahlwerte deutlich höher als die offiziellen Schätzungen der US-Regierung.
3) Reale Daten können nicht rechtzeitig beschafft werden. Die Verifizierung erfordert ein persönliches Audit jeder Anlage in der Lieferkette. Emissionen für das Jahr 2026 können erst am Jahresende berechnet werden, die Meldung muss bis September 2027 erfolgen – und weltweit gibt es nicht genug akkreditierte Auditoren.
4) Enorme finanzielle Auswirkungen. Bei einigen Stahlprodukten übersteigen die CBAM-Kosten bei Standardwerten 200 € pro Tonne. Beim Verbindungsmaterial wird von einer Preissteigerung von 30–50 % gesprochen.
5) Ungleiche Bedingungen. CBAM umfasst in manchen Fällen Emissionen, die in‑Land‑Hersteller im EU‑ETS nicht zahlen müssen – Importeure zahlen dadurch paradoxerweise mehr.
Das Ergebnis kann sein, dass aus dem Motivationsinstrument de facto eine Handelsbarriere wird, die auch saubere Hersteller trifft, die einfach nicht rechtzeitig verifizierte Daten bereitstellen konnten.
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