Der koreanische Verband KITA warnt vor den Auswirkungen des CBAM-Mechanismus auf koreanische Exporte in die EU ab dem Jahr 2031.
Eine neue Studie des koreanischen Verbands KITA (Korea International Trade Association) weist auf die realen Auswirkungen des CBAM-Mechanismus hin, den die EU seit Januar 2026 auf kohlenstoffintensive Importe – Stahl, Aluminium, Zement oder Düngemittel – angewendet hat. Ab 2028 soll er sich auch auf den Maschinenbau, die Elektronik oder medizinische Geräte erstrecken.
Der entscheidende Wendepunkt kommt laut Verband im Jahr 2031. Kostenlose Emissionszertifikate, die heute 97,5 % der Produktion abdecken, fallen auf unter 40 % – und bis 2034 verschwinden sie vollständig. Für Exporteuren bedeutet das einen sprunghaften Anstieg der Kosten.
KITA beziffert, dass:
- jede 1 %ige Preissteigerung aufgrund von CBAM reduziert das Exportvolumen um 0,98 %
- bis 2030 wird ein Rückgang der Ausfuhren der betroffenen Produkte um 0,9–5,3 % erwartet
- in den Jahren 2031–2034 dann um bis zu 7,7–17,9 %
Obwohl die Studie auf Südkorea abzielt, ist die Lehre universell. Unternehmen, die auf dem europäischen Markt bestehen wollen, müssen bis 2030 den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Produktion bewältigen und ein transparentes Emissionsmanagement in der gesamten Lieferkette einführen.
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