Das Tempo der globalen Erwärmung hat sich seit 2015 fast verdoppelt.

| Jiří Staník

Eine neue Studie, veröffentlicht in Geophysical Research Letters (Foster & Rahmstorf, 2026), liefert beunruhigende Zahlen: Das Tempo der globalen Erwärmung hat sich seit 2015 fast verdoppelt. Im Zeitraum 1970–2015 stieg die durchschnittliche Temperatur mit einer Rate von 0,2 °C pro Jahrzehnt, aber in den letzten zehn Jahren hat sich diese Rate auf etwa 0,35 °C pro Jahrzehnt erhöht.

Wissenschaftler haben aus den Temperaturdaten den Einfluss natürlicher Faktoren (El Niño, vulkanische Aktivität, Sonnenzyklen) entfernt, um den rein menschlichen Beitrag zur Erwärmung zu isolieren. Das Ergebnis zeigt eine statistisch signifikante Beschleunigung der Erwärmung mit einer Sicherheit von über 98 %.

Wenn das aktuelle Tempo anhält, wird die von dem Pariser Abkommen festgelegte Grenze von 1,5 °C langfristig zwischen den Jahren 2026 und 2029 überschritten werden.

Wie Mitautor der Studie Stefan Rahmstorf sagt: Das Ergebnis hängt davon ab, ob weltweit ambitionierte Maßnahmen zur Emissionsreduktion ergriffen werden.

Klimawandel Erwärmung Pariser Abkommen

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