Verlust des Vertrauens in Nachhaltigkeit kostet Unternehmen 7× mehr als dessen Aufbau

| Jiří Staník

Die neue 12‑jährige Studie Sustainable Brand Index (SBI) analysierte 1 400 Marken auf den nordischen Märkten und liefert eine klare Botschaft: Nachhaltigkeit ist kein PR‑Thema mehr – sie ist die Absicherung Ihres Geschäfts.

Wesentliche Erkenntnisse der Studie:

- Unternehmen, die in einer Krise das Vertrauen in den Bereich Verantwortung verlieren, verzeichnen einen 7‑fachen Rückgang der Kundenpräferenzen im Vergleich zu denen, die das Vertrauen behalten.

- Die Verbindung zwischen Verantwortung und Kundenpräferenzen hat sich in den letzten 4 Jahren verdoppelt.

- Verbraucher bestrafen den Verlust von Verantwortung härter, als sie neue Initiativen belohnen.

- „Schulden“ des Rückgangs an Verantwortung bleiben bei Verbrauchern bis zu 24 Monate bestehen.

Eine interessante Erkenntnis war zudem, dass soziale Verantwortung (faire Arbeitsbedingungen, vernünftige Preise) nun Umweltthemen als Haupttreiber der Präferenzen übertrifft.

Marken, die das Vertrauen auch in schwierigen Zeiten bewahrt haben: IKEA, Volvo, Nordnet. Im Gegensatz dazu verzeichneten Marabou, Zara und H&M einen starken Rückgang – der Rückgang der wahrgenommenen Verantwortung korrelierte direkt mit dem Rückgang der Präferenzen.

Der Gründer von SBI, Erik Elvingsson Hedén, fasst es treffend zusammen: „Verantwortung ist nicht mehr die Leiter, auf die man klettert, um höher zu kommen. Sie ist der Boden, in den man nicht fallen will.“

Es ist zu spät, Vertrauen in Nachhaltigkeit aufzubauen, wenn die Krise eintritt. Unternehmen, die warten, haben bereits verloren.

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