Windenergie erreichte im Jahr 2025 einen historischen Rekord – und China dominiert wie nie zuvor
Ein neuer BloombergNEF-Bericht zeigt, dass die weltweiten Installationen von Windturbinen im Jahr 2025 rekordhafte 169 GW erreichten – 38 % mehr als im Vorjahr. Es ist das dritte Jahr in Folge mit einem neuen Höchststand.
Festlandchina wurde als erster Markt weltweit die Grenze von 100 GW neuer Kapazität in einem einzigen Jahr überschreiten. Chinesische Hersteller belegten die ersten sechs Plätze in der globalen Rangliste – angeführt von Goldwind (29,3 GW) und Envision (20,9 GW).
Chinesische Hersteller zielen jedoch nicht mehr nur auf den Heimatmarkt. Ihre ausländische Kapazität ist im Jahresvergleich um das Achtfache gewachsen. Niedrige Produktionskosten und schnelle Lieferungen öffnen ihnen Türen in Lateinamerika, im Nahen Osten, in Afrika und Asien.
Indien ist erstmals der größte Windmarkt außerhalb Chinas – vor den USA und Deutschland.
Der dänische Vestas bleibt zwar der vielseitigste Anbieter (Projekte in 28 Ländern), ist jedoch im Gesamtranking auf Platz 7 gesunken – zum ersten Mal seit 2013 außerhalb der Top 5.
Im Offshore‑Segment führte zum zweiten Mal in Folge die Winddivision von Siemens Energy, knapp vor Goldwind. Insgesamt erlebte die Offshore‑Windenergie jedoch ein schwieriges Jahr – nach drei Wachstumsjahren fiel sie um ein Drittel auf nur 8,1 GW. Der Rückgang ist auf Projektverzögerungen in China und Frankreich sowie politische Unsicherheit in den USA zurückzuführen, wo die Aktivität vorübergehend zum Stillstand kam.
Die Zahlen bestätigen, dass die Energiewende an Fahrt gewinnt – und ihr Schwerpunkt verschiebt sich deutlich nach Asien.
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